Faurecia und das Cockpit der Zukunft




Hier können Sie den Radiobeitrag hören.



Foto: Faurecia

Dass die automobile Zukunft viele Herausforderungen für uns bereithält, dürfte mittlerweile nicht nur den Brancheninsidern absolut klar sein. Doch auch die Automobilnutzer müssen sich künftig auf viele Veränderungen einstellen. Autonomes Fahren wird völlig andere Angebote mitbringen als wir sie heute haben. Allerdings müssen wir auch neue Begriffe lernen. Einer davon ist „Morphing-IP.“ Was das bedeutet lässt sich Michael Weyland vorsichtshalber von einem Fachmann erklären. Von Markus Uhlig von Faurecia.


Foto: Faurecia

Darum geht es diesmal!
Meine Eltern bekamen ihr erstes Auto vor ziemlich genau 50 Jahren im Jahr 1967. Ich kann mich daran noch gut erinnern. Was ich mir damals allerdings nie hätte vorstellen können ist, was heutige Autos an Technik bieten. Und die Entwicklungszyklen werden immer schneller. In nicht allzu langer Zeit werden wir auch als Fahrer eher Passagiere in unseren Autos sein. Und Cockpitanzeigen wie Tacho und Drehzahlmesser werden da fast verzichtbar werden. Markus Uhlig ist bei Faurecia Global Advanced Design Senior Manager und Senior Design Manager "Cockpit of the future".


Foto: Karl Heinz Gross

Markus Uhlig:
Genau wie Sie es gesagt haben. Diese Funktionen werden auch ein Stückweit in den Hintergrund treten, weil die per se für das Fahren, wenn man autonom fährt, überhaupt nicht mehr relevant sind. Dementsprechend lässt sich auch das Interieur verändern - das wird eher eine Wohlfühloase werden - und dann werden sich andere Angebote darstellen lassen. Zum Beispiel haben wir jetzt bei Faurecia eine E-Tafel entwickelt, die nennen wir „Morphing-IP.“

Den Begriff „Morphing-IP“ habe ich offen gestanden noch nie gehört. Was genau ist damit gemeint?

Markus Uhlig:
Ich versuche das mal zu erklären. Also man stellt sich vor, man sitzt hinter dem Lenkradschwert und will dann in den autonomen Modus gehen, wo ich dann vielleicht andere Dinge machen will. Dann muss man sich vorstellen; das Lenkrad fährt weg, klappt weg, es gibt mir mehr Platz und gleichzeitig fährt praktisch der Bildschirm, der eigentlich vor dem Lenkrad ist, der fährt dann in die Mitte rein, so dass man zum Beispiel – wenn man dann vielleicht auch den Sitz noch dreht - dass man sozusagen eine Fernsehsituation wie zu Hause im Wohnzimmer hervorruft!



Foto: Faurecia


Foto: Faurecia

Eine durchaus angenehme Vorstellung! Aber selbst das ist noch ausbaufähig, weiß Markus Uhlig.

Markus Uhlig:
Wenn sich dann der Beifahrer auch noch in die Mitte dreht, dann kann ich mich auch noch unterhalten. Ich könnte zum Beispiel auch ein Radiointerview führen, das wäre ja ein Newscase, der Sie wiederum interessieren könnte, aber wie gesagt, man kann dann auch gemeinsam einen Film anschauen oder sich vielleicht informieren, wohin die Reise geht, vielleicht irgendwelche Restaurants in der nächsten Stadt online abrufen, andere Points of Interest schon mal zu Gemüte führen oder mit den Kindern zuhause telefonieren oder mit den Eltern. Das sind alles Szenarien, die man sich vorstellen kann und dafür ist eben grade so ein Thema „Morphing-IP“ interessant, weil es eben die Flexibilität im Innenraum auch sehr gut darstellt – in Kombination mit dem Sitzen natürlich.



Foto: Karl Heinz Gross

Da ist dann nur noch eine Direktanbindung meines Aufnahmegerätes an diesen Monitor notwendig und natürlich die passende Software, um das direkt zu bearbeiten und bei der Ankunft im Studio wäre schon alles sendefertig. Dazu müsste man natürlich auch das richtige Soundsystem im Auto haben und auch da hat Faurecia interessante Neuigkeiten. Und das ist so interessant, dass wir uns das in Kürze in einem Extrabeitrag anschauen werden!


Fotos: 1,2, 4,5 © Faurecia
Fotos 3, 6 © Karl-Heinz Gross


Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden unter http://www.was-audio.de/aatest/2017_kw_41_Faurecia_und_das_Cockpit_der_Zukunft_Autotipp_kvp.mp3

Fotos: © NN

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