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Wirtschaftsnachrichten 2009 - 11 - 26

 

Die Wirtschaftsnachrichten vom 26. November 2009:
können Sie hören unter:
http://www.was-audio.de/aanews/News20091126.mp3


1.
Alles redet von Weihnachten, es gibt aber viele, die diesem Ereignis entfliehen wollen. Mein Vorschlag: Ab nach Arizona. Dort finden sich sechs verschiedene Scenic Roads, die durch das Land der Navajo-Indianer führen. Die reizvollen Panoramastraßen führen über Berge, durch Wüsten und Täler, Canyons und durch eines der am längsten bewohnten Gebiete Nordamerikas. Die Reiserouten erlauben mehr als nur „Road Trips“: Wer das Auto verläßt, kann Natur und Kultur hautnah erfahren, informative Museen besuchen oder antike Ruinen besichtigen. Auf der neuen Internetseite www.navajoscenicroads.com gibt es weitere Informationen.
Die komplette Pressemitteilung dazu.

2.
Deutsche Unternehmen leiden im internationalen Vergleich am meisten unter Cashflow-Problemen infolge säumiger Zahler, rechnen aber mit einer nachhaltigen Erholung der Wirtschaft bis Ende 2010. Das ergab eine Umfrage von Atradius, einem der weltweit führenden Kreditversicherer, unter mehr als 3.500 Unternehmen in 20 Ländern. Das Unternehmen sieht in den Studienergebnissen die eigenen Prognosen bestätigt, appelliert aber an alle Marktteilnehmer, den aufkeimenden Aufschwung nicht durch ein rein rückwärts gerichtetes Kreditmanagement zu gefährden.
Die komplette Pressemitteilung dazu.
3.
In den vergangenen sieben Jahren hat sich der Goldpreis in etwa verdreifacht. Im November 2009 kostete eine Feinunze Gold, das sind 31,1 g, über 1.100 US-$ - ein Rekordwert. In Euro gerechnet verteuerte sich das edle Metall allerdings weniger stark, da der Wechselkurs des US-Dollars kräftig gesunken ist. Freilich stieg der Goldpreis auch in Euro noch auf mehr als das Doppelte. Trotz seines Rufs als sicherer Hafen kann man beim Gold nicht von einer stabilen Preisentwicklung ausgehen. Anleger sollten nicht einseitig auf das edle Metall setzen. Viele Experten raten zu einem Depotanteil von höchstens 5 bis 10 %. Rendite ist nur aus einem steigenden Goldpreis zu erzielen. Als beste Sicherung in unsicheren Zeiten hat sich eine breite Streuung des Vermögens auf verschiedene Anlagen erwiesen, empfiehlt der Bundesverband deutscher Banken.
Die komplette Pressemitteilung dazu.

4.
Die Leasing-Branche erlebt nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Leasing-Unternehmen 2009 den dramatischsten Rückgang in ihrer 47-jährigen Geschichte in Deutschland. Mit einem Minus von 22,6 Prozent erzielt sie ein Neugeschäftsvolumen von 42,1 Mrd. Euro.
Die komplette Pressemitteilung dazu.

Komplette Pressemittelung zu Meldung 1

Neue Website gibt Auskunft über Scenic Roads auf dem Gebiet der Navajo Indianer

Ab sofort informiert die Internetseite www.navajoscenicroads.com Arizona-Reisende über sechs verschiedene Scenic Roads, die durch das Land der Navajo-Indianer führen. Die reizvollen Panoramastraßen führen über Berge, durch Wüsten und Täler, Canyons und durch eines der am längsten bewohnten Gebiete Nordamerikas. Die Reiserouten erlauben mehr als nur „Road Trips“: Wer sich aus dem Auto heraus begibt, kann Natur und Kultur hautnah erfahren, informative Museen besuchen oder antike Ruinen besichtigen. Die Internetseite informiert mit Karten und Reisebeschreibungen und lädt Besucher des Grand Canyon States ein, das Land der Navajo zu entdecken. Die Navajo-Nation ist das größte Indianerreservat in den USA. Ihre Hauptstadt ist Window Rock in Arizona.

Komplette Pressemittelung zu Meldung 2

Studie: Unternehmen rechnen mit Ende der Krise in 2010

Koln, Germany, November 25 (ots/PRNewswire) -

- Laut Atradius gefährdet jedoch das rückwärts gerichtete Kreditmanagement den Aufschwung

- Atradius fordert deshalb ein Umdenken der Marktteilnehmer

- Andernfalls könnten viele Unternehmen ihre steigenden Umsätze nicht finanzieren und würden deshalb vermehrt in die Insolvenz getrieben

Deutsche Unternehmen leiden im internationalen Vergleich am meisten unter Cashflow-Problemen infolge säumiger Zahler, rechnen aber mit einer nachhaltigen Erholung der Wirtschaft bis Ende 2010.
Das ergab eine Umfrage von Atradius, einem der weltweit führenden Kreditversicherer, unter mehr als 3.500 Unternehmen in 20 Ländern.
Atradius sieht in den Studienergebnissen die eigenen Prognosen bestätigt, appelliert aber an alle Marktteilnehmer, den aufkeimenden Aufschwung nicht durch ein rein rückwärts gerichtetes Kreditmanagement zu gefährden "Wichtiger ist eine angemessene Einschätzung der zukünftigen Entwicklung des betreffenden Unternehmens", so Michael Karrenberg, Leiter Risikomanagement bei Atradius Deutschland. "Diese so genannte antizipative Bonitätsanalyse' praktizieren wir bei Atradius bereits im Rahmen unserer Kreditversicherung. Um den Aufschwung aber nachhaltig zu finanzieren, ist ein Umdenken aller Marktteilnehmer erforderlich."

Die Erfahrung von Atradius zeigt, dass sich das Insolvenzrisiko für Unternehmen im Aufschwung noch einmal erhöht, weil steigende Umsätze nicht finanziert werden können. Grund: Die Vorlage der von der Wirtschaftskrise gebeutelten Jahresabschlüsse löst eine rapide Verschlechterung vieler Kreditnehmer-Ratings aus. Um dem entgegenzusteuern, sind laut Atradius-Deutschland-Chef Thomas Langen nicht nur Banken und Kreditversicherer in der Pflicht, die sich nicht allein auf zurückliegende Daten wie Bilanzen stützen dürfen, sondern auch die Unternehmen selbst. "Diese müssen mit ihren Kreditgebern eng zusammenarbeiten und aussagekräftige Informationen zur Verfügung stellen, um eine fundierte Kreditentscheidung zu ermöglichen", so Langen, der ein Umdenken der Unternehmen bereits in seiner täglichen Praxis erkennt: "Die zunehmende Transparenz der Unternehmen führt dazu, dass wir aufgrund der genaueren Informationen viele Risiken anders bewerten und Kreditlimite erhöhen können. In Deutschland sind wir aus diesem Grund in der Lage, den Deckungsschutz für 30.000 Unternehmen zu erweitern."

Weitere Ergebnisse der Studie im internationalen Vergleich:
- 46 Prozent der befragten deutschen Unternehmen haben im Zuge der
Wirtschaftskrise den Anteil ihrer Geschäfte mit Zahlungsziel ausgeweitet,
17 Prozent davon sogar deutlich. Nur in Mexiko und Italien gibt es mehr
Unternehmen, die über eine deutliche Ausweitung ihrer Verkäufe mit
Zahlungsziel berichten. Bei 42 Prozent der Deutschen blieb der Anteil der
Lieferungen auf Rechnung gleich.
- 58 Prozent der deutschen Studienteilnehmer klagen aufgrund von
Zahlungsausfällen ihrer Kunden über einen reduzierten, 16 Prozent davon
sogar über einen deutlich reduzierten Cashflow. Kein anderes Land der
Studie berichtet über ähnlich grosse Probleme. 32 Prozent der Befragten
in Deutschland sehen keine Veränderung in ihrem Cashflow aufgrund
säumiger Zahler.
- 39 Prozent der deutschen Studienteilnehmer erwarten, dass ihre Kunden
bis Ende 2009 an Finanzkraft einbüssen. Nur Spanien und Irland sind in
dieser Hinsicht pessimistischer. 40 Prozent der Deutschen gehen davon
aus, dass sich die Finanzkraft ihrer Kunden stabilisiert.
- 28 Prozent der befragten deutschen Unternehmen erwarten, dass ihre
eigene Finanzkraft bis Ende des Jahres nachlassen wird. Nur in Irland,
Spanien und Frankreich gibt es mehr Unternehmen mit dieser Prognose.
- Die Befragten aus Deutschland stellen sich darauf ein, dass das
Bruttoinlandsprodukt und die Exporte in 2010 weiter anziehen und sich die
Unternehmensgewinne stabilisieren werden. Gleichzeitig erwarten die
Befragten, dass sowohl die Insolvenzen als auch die Arbeitslosigkeit im
nächsten Jahr weiter ansteigen.
- 61 Prozent der Deutschen rechnen wie die meisten anderen Länder
insgesamt mit einer nachhaltigen Erholung der Wirtschaft bis Ende 2010.
22 Prozent glauben erst an einen Aufschwung in 2011 und 17 Prozent ab
2012.

Über die Studie

Für die aktuelle Studie zu den Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf Unternehmen wurden im Zeitraum Mitte Juli bis Anfang August 2009 über 3.500 Firmen aus allen Branchen in 20 Ländern befragt:
Australien, Belgien, China, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Hongkong, Irland, Italien, Kanada, Mexiko, Niederlande, Österreich, Polen, Schweden, Schweiz, Spanien, Tschechien und USA.

Über Atradius

Die Atradius-Gruppe bietet weltweit Kreditversicherung, Bürgschaften und Inkasso-Dienste an und ist in 42 Ländern vertreten.
Mit einem Umsatz von rund 1,8 Milliarden Euro und einem weltweiten Marktanteil von 31 Prozent unterstützt die Atradius-Gruppe Unternehmen auf der ganzen Welt, indem sie sie vor Zahlungsrisiken aus Verkäufen von Waren und Dienstleistungen auf Ziel schützt.
Atradius hat mit 160 Büros Zugang zu Bonitätsinformationen über 52 Millionen Unternehmen weltweit und trifft täglich mehr als 22.000 Kreditlimitentscheidungen

Komplette Pressemittelung zu Meldung 3

Gold immer teurer (mit Bild)

Berlin (ots) -

In den vergangenen sieben Jahren hat sich der Goldpreis in etwa verdreifacht (siehe Grafik). Im November 2009 kostete eine Feinunze Gold (31,1 g) über 1.100 US-$ - ein Rekordwert. In Euro gerechnet verteuerte sich das edle Metall allerdings weniger stark, da der Wechselkurs des US-Dollars kräftig gesunken ist. Freilich stieg der Goldpreis auch in Euro noch auf mehr als das Doppelte.

Trotz seines Rufs als sicherer Hafen kann man beim Gold nicht von einer stabilen Preisentwicklung ausgehen. Anleger sollten deshalb nicht einseitig auf das edle Metall setzen. Viele Experten raten zu einem Depotanteil von höchstens 5 bis 10 %. Zu bedenken ist: Gold bringt keine regelmäßigen Erträge. Rendite ist nur aus einem steigenden Goldpreis zu erzielen. Als beste Sicherung in unsicheren Zeiten hat sich eine breite Streuung des Vermögens auf verschiedene Anlagen erwiesen.

Originaltext: Bundesverband deutscher Banken

Komplette Pressemittelung zu Meldung 4



Historisch einzigartiger Rückgang des Leasing-Marktes / Minus 22,7 Prozent beim Mobilien-Leasing / Investitionsmotor Leasing wird durch Refinanzierungssituation und Wettbewerbsverzerrung ausgebremst

Frankfurt (ots) - Die Leasing-Branche erlebt 2009 den dramatischsten Rückgang in ihrer 47-jährigen Geschichte in Deutschland. Mit einem Minus von 22,6 Prozent erzielt sie ein Neugeschäftsvolumen von 42,1 Mrd. Euro. Das Mobilien-Leasing erreicht ein Volumen von 39,3 Mrd. Euro und fällt um 22,7 Prozent, während die gesamtwirtschaftlichen Ausrüstungsinvestitionen nach aktuellen Schätzungen des ifo Institutes für Wirtschaftsforschung um 19,0 Prozent zurückgehen. Das Immobilien-Leasing fällt um 21,9 Prozent und erreicht ein Neugeschäftsvolumen von 2,8 Mrd. Euro.

"Die Leasing-Branche wurde von der Rezession mit voller Wucht getroffen. Zum zweiten Mal überhaupt geht das Neugeschäft zurück und das in einer geradezu dramatischen Größenordnung", erklärt Martin Mudersbach, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL). In bisherigen Krisensituationen hatte Leasing stets eine stützende bis investitionsfördernde Wirkung, was an den steigenden Leasing-Quoten, also am Leasing-Anteil an den Ausrüstungsinvestitionen, zu sehen war. In diesem Jahr verringert sich jedoch die Mobilien-Leasingquote leicht auf 21,1 Prozent.
Ursache hierfür sind in erster Linie die schwierige Refinanzierungssituation und die Auswirkungen der Unternehmenssteuerreform 2008. "Die Leasing-Gesellschaften sind im Wettbewerb mit den Kreditinstituten benachteiligt. Die von der Politik zugesagte Gleichstellung bei der Gewerbesteuer ist de facto nicht vollzogen. Diese Wettbewerbsverzerrung ist nicht hinnehmbar und muss endlich durch eine Gesetzesänderung abgeschafft werden. Denn wichtige Investitionen - gerade des Mittelstandes - werden so behindert", erklärt der BDL-Präsident.

Erstmals leiden die Leasing-Gesellschaften unter verschlechterten Finanzierungsbedingungen. Eine aktuelle Umfrage unter den BDL-Mitgliedern hat ergeben, dass rund 2/3 der unabhängigen Gesellschaften ihr für das 2. Halbjahr 2009 geplante Neugeschäft aufgrund von Refinanzierungsengpässen einschränken mussten. Dies gilt sogar für 36 Prozent der bankenabhängigen Leasing-Unternehmen. Eine partielle Entlastung sollte durch die Öffnung des KfW-Sonderkreditprogrammes für die banken- und herstellerunabhängigen Leasing-Unternehmen erreicht werden. "Diese von der Politik geplante Unterstützung der Leasing-Gesellschaften entpuppt sich als Rohrkrepierer." Denn die technischen Details wie z.B. die dreijährige Zinsfestschreibung sind nicht Leasing-kompatibel. "Schon die Beschränkung des Programms auf die unabhängigen Gesellschaften war falsch. Nun erweist sich die praktische Umsetzung selbst für diese Unternehmen als unmöglich", kritisiert Mudersbach. Er fordert das Bundeswirtschaftsministerium auf, die KfW zu motivieren, ein weiteres, praxisnäheres Projekt für die Leasing-Wirtschaft ins Leben zu rufen, zum Beispiel das Unternehmerkreditprogramm zu öffnen.
"Damit die Leasing-Gesellschaften den Mittelstand wieder wirkungsvoll unterstützen können."

Leasing-Objekte

Zum ersten Mal in der Geschichte des Leasing sind alle Objektbereiche rückläufig. Der größte Objektbereich der Straßenfahrzeuge (darunter fallen Pkw und Nutzfahrzeuge) geht um 21 Prozent zurück. Der Zulassungsboom von Fahrzeugen (laut Kraftfahrzeugbundesamt + 25 Prozent bis Ende Oktober) betraf in erster Linie Klein- und Kompaktklassewagen, die von Privathaushalten aufgrund der Abwrackprämie gekauft wurden. In der Mittel- und Oberklasse, dem klassischen Leasing-Segment, gingen die Neuzulassungen dagegen um bis zu 20 Prozent zurück. "Zudem fielen die Neuzulassungen von gewerblichen Haltern um ein Viertel. Hier wurden bestehende Leasing-Verträge häufig verlängert statt neue abzuschließen", erläutert Mudersbach. Überdurchschnittlich verliert der Sektor Produktionsmaschinen (- 30,2 Prozent) und spiegelt damit die allgemeine wirtschaftliche Lage im Maschinen- und Anlagenbau wider, der bis Ende September ein Minus von 33 Prozent verzeichnet.