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Wie Chevrolet zum Bowtie kam

 

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Hier können Sie den kompletten Radiobeitrag hören.
Zur Identität einer Marke gehören viele einzelne Dinge, ein besonders wichtiges davon ist das Firmenlogo. Wenn eine Firma heute ein neues Logo benötigt oder das bestehende verfeinern will, dann werden dazu in aller Regel teure Spezialisten eingekauft. Die entwerfen Neues, verwerfen oder verfremden Altes und nach langem Hin und Her ist dann das Logo da. Das war vor gut hundert Jahren noch anders, zumindest bei Chevrolet. Die Geschichte, wie Chevrolet zu seinem Logo, dem sogenannten Bowtie kam, erzählt Michael Weyland. Und auch, wie er ganz knapp an einer Blamage vorbeikam.

Der Text zum Radiobeitrag

Wenn ich jetzt mal ganz ehrlich bin, dann musste ich kürzlich ganz tief durchatmen. Es ging um die Herkunft des Chevrolet Firmen-Signets, des so genannten „Bowtie“ . Ich hab dann ganz trocken gemeint, damit hätte ich bei Günther Jauch locker die Millionenfrage beantworten können. Richtig ist allerdings, dass ich damit als Depp des Jahres nach Hause gegangen wäre. Ich war sicher, dass Louis Chevrolet als gebürtiger Schweizer die heimische Landesflagge adaptiert hat. Richtig ist aber etwas anderes und das weiß Rej Husetovic, Pressesprecher von Chevrolet Deutschland.

Rej Husetovic
Man kann in der Tat auf den Gedanken kommen, dass das kreuzförmige Logo etwas an die Schweizer Flagge erinnert. Und jetzt sage ich etwas, das meinen Schweizer Kollegen sicherlich nicht gefallen wird. Der Legende nach hat William Durant, einer der Gründer von Chevrolet, das Logo auf einer Pariser Hoteltapete entdeckt und ließ sich davon inspirieren. Sicher ist aber in jedem Fall, dass der Bowtie, so wie wir das Logo nennen, im Jahr 1914 zum ersten Mal auf einem Fahrzeug des Unternehmens zu sehen war.

Michael Weyland:
Gut, das mich niemand gefragt hat. Im Laufe der Jahre hat sich dieses Logo natürlich immer wieder etwas gewandelt, ist aber der Grundform konsequent treu geblieben. Das gilt auch für die Devise des Unternehmens, das im Jahr 2011 sein 100-jähriges feiert.

O-Ton Rej Husetovic:
Das ist wahr. Die Devise von Chevrolet war und ist, zuverlässige, technisch hochwertige Fahrzeuge zu bauen, von denen die allermeisten aber dennoch für jedermann bezahlbar sind. Sportwagen wie der Camaro oder die Corvette sind natürlich nicht für jeden Geldbeutel realisierbar, aber im Vergleich zu Wettbewerbsmarken sind sie aber wiederum sehr günstig!

Michael Weyland:
Nebenbei bemerkt ist das Unternehmen im Laufe der Jahrzehnte weltweit die viertgrößte Automobilmarke geworden und zählt heute zu den am schnellsten wachsenden Marken der Welt.

O-Ton Rej Husetovic:
In der Tat ist Chevrolet derzeit in 130 Ländern vertreten, seit 2005 auch in Deutschland und wir ruhen uns auch nicht auf unseren Erfolgen aus, sondern entwickeln uns permanent weiter. Zum hundertsten Geburtstag beschenken wir uns quasi selbst mit sieben neuen Produkteinführungen darunter einem Elektrofahrzeug mit Reichweitenverlängerung, dem Chevrolet Volt oder auch mit dem Familienvan Chevrolet Orlando, mit dem wir grade auch in Deutschland ein neues Segment betreten.

Michael Weyland:
Das Schöne am Volt wird übrigens sein, dass man durch die Reichweitenverlängerung auch ohne Stromnachschub voran kommt. Und eines werden natürlich auch Orlanda und Volt ganz stolz vor sich her tragen. Den Bowtie!

Die Fotogalerie zum Beitrag

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